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Entlang der Seidenstrasse von Peking nach Pakistan. 26-tägige Reise ab/bis Deutschland.
Highlights: - Kulturelle Höhepunkte in Peking, Xian, Dunhuang und Turfan - 2 Tage Trekking vom Kara Kul (See) zum Muztagh Ata (7.546 m) - Kashgar: Altstadt mit Moscheen und buntem Sonntagsmarkt Karakorum Highway, - Khunjerab-Pass (4.690 m) - Islamabad Trekking am Rakaposhi (7.788 m) und Nanga Parbat (8.125 m)
1. Tag Anreise und Flug nach Peking (Beijing)
Linienflug mit Emirates von Frankfurt über Dubai nach Peking (Flüge mit Emirates via Dubai ab/bis München, Düsseldorf, Hamburg ohne Aufpreis sowie ab/bis Wien oder Zürich mit Aufpreis auf Anfrage und nach Verfügbarkeit); kostenloses Rail & Fly Bahnticket ab/bis deutscher Grenze; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Ankunft in Peking und erster Stadtbummel
Nachmittags Landung in Peking, Empfang durch die örtliche Begleitung und Transfer vom Flughafen zum zentral gelegenen Stadthotel in Peking. Je nach verfügbarer Zeit können wir noch einen Bummel in der Umgebung des Hotels oder zum Platz des Himmlischen Friedens unternehmen, bevor wir unser Abendessen in einem Restaurant beim Hotel einnehmen. Stadthotel in Peking [A]
3. Tag Stadtbesichtigung in Peking
Am Vormittag besichtigen wir den historischen Kern Pekings, seit fast 700 Jahren Hauptstadt des Reiches der Mitte. Zuerst bummeln wir über den Tian'anmen, den Platz des Himmlischen Friedens, der als größter Platz der Welt gilt. So kommen wir zur Verbotenen Stadt, der früheren Residenz der Ming- und Qing-Kaiser, die inzwischen ein einzigartiges Museum ist. In dieser gewaltigen Residenzstadt der Kaiser durchstreifen wir die Bezirke mit den Torbögen und Palästen sowie den Brücken und Gärten. Der ganze Komplex galt nach dem chinesischen Weltbild als irdischer Spiegel der kosmischen Ordnung. Wenn die Zeit reicht, steigen wir zuletzt zum Pavillon auf dem „Kohlehügel" hinauf und genießen die Aussicht über Peking. Nach der Mittagsrast in einem Restaurant besuchen wir das riesige Areal des Himmelstempels (Tian Tan). Über den kreisrunden Himmelsaltar spazieren wir zur Halle des Himmelsgewölbes und erreichen das Zentrum des heiligen Komplexes, die Halle der Ernteopfer in Form einer mehrgeschossigen Pagode. Einst zogen die Kaiser alljährlich unter großem Aufwand vor der Wintersonnenwende in einer prunkvollen Prozession zum Tempel. Zum Ausklang können wir abends z.B. in einem auf Peking-Enten spezialisierten Restaurant speisen gehen (Menü ca. 15-20,- €). Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Peking [F]
4. Tag Wanderausflug auf der Großen Mauer bei Mutianyu
Unser Ganztagesausflug führt zur Großen Mauer von Mutianyu (ca. 70 km). Mit dem Bau der Mauer wurde bereits in vorchristlicher Zeit begonnen; ihr heutiges Erscheinungsbild geht auf die Zeit der Ming-Dynastie zurück. Die Addition aller bisher errichteten Wälle und Mauern ergibt rund 50.000 km Länge. Höhe und Dicke der sich wie ein riesiger Drache über die Berge schlängelnden Mauer variieren stark. Sie wurde als Verteidigungslinie gegen Angriffe kriegerischer Steppenvölker aus dem Norden erbaut und im Laufe der Zeit ständig erweitert und verstärkt, wobei die Passstellen mit Kasernen, Wachtürmen und Lagerräumen festungsähnlich ausgebaut wurden. Unsere Wanderung verläuft von Lianhuachi, dem Lotusblumen-Dorf, auf dem nicht restaurierten Mauerteil bis zum renovierten Teilstück bei Mutianyu. Nach gut 2,5 Std. Rückfahrt ist in Peking Gelegenheit zum Abendessen beim Hotel. Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 140km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Peking [FM]
5. Tag Flug nach Xian und Besuch der Altstadt
Morgens ist der Flug von Peking nach Xian vorgesehen und unser Transfer zum Stadthotel. Nach dem Einchecken starten wir unsere Besichtigung der historischen Altstadt, welche 1080 Jahre lang Hauptstadt von 11 Dynastien und eine der bedeutendsten Kaiserstädte Chinas war. Nach einem Spaziergang auf der hohen Stadtmauer begeben wir uns ins Getümmel der Straßen. Dabei schauen wir traditionsreiche Bauten wie die Hui-Moschee (einzige im Pagodenstil erbaute Moschee Chinas) oder den monumentalen Glocken- und den Trommelturm an. Imposant ist abends eine Theateraufführung mit Musik und Tanz aus der Blütezeit der Tang-Dynastie (ca. 10-12,- €) und ein Jiaozi-Menü, ein Bankett mit gefüllten Maultaschen (ca. 10-12,- €). Fahrstrecke: 50km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Xian [F]
6. Tag Wildgans-Pagode und Tonkriegerarmee bei Xian
Am Morgen fahren wir 30 km ostwärts zur berühmten Tonkrieger-Armee, aus der Zeit des 1. chinesischen Kaisers und Reichseinigers Qin Shi Huangdi um 221 v. Chr. Die von Bauern 1974 beim Brunnenbohren in einer unterirdischen palastähnlichen Grabanlage entdeckte Armee zählt zu den bedeutendsten archäologischen Funden unserer Zeit! Bisher wurden über 6.000 lebensgroße Figuren aus Terrakotta gefunden als Teil einer kompletten Tonarmee. In den Ausstellungshallen sind etwa 1.000 Figuren zu besichtigen (Fotografierverbot!). In Schlachtordnung aufgestellte Infanteristen und Streitwagen, eine Kavallerie-Einheit und die Kommandozentrale mit den Befehlshabern vermitteln uns einen Eindruck von der kaiserlichen Armee. Nach dem Mittagessen kehren wir nach Xian zurück und besuchen außerhalb der Stadtmauern die siebenstöckige, im klassischen Stil errichtete Große Wildgans-Pagode. Fahrstrecke: 60km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Xian [FM]
7. Tag Weiterer Besuch in Xian und Flug nach Dunhuang
Am Vormittag bleibt Zeit für einen weiteren Altstadtbesuch in Xian (evtl. Eintritte wie für das Stelenwald-Museum sind fakultativ). Nach dem 50 km langen Transfer zum Flughafen erfolgt nachmittags unser Flug von Xian nach Dunhuang. In dieser Oasenstadt liefen der nördliche und südliche Zweig der Seidenstraße hier am „Tor zum Reich der Mitte" zusammen. Dunhuang galt als letzter chinesischer Außenposten vor der Taklamakan, auch „Meer des fließenden Sandes" oder „Wüste des Todes" genannt. Abends ist Gelegenheit zum Stadtbummel mit dem Besuch des Nachtmarktes, wo wir das bunte Treiben an den vielen Markt- und Imbiss-Ständen miterleben können. Fahrstrecke: 50km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Dunhuang [F]
8. Tag Mogao-Grotten und die Dünen am Mondsichelsee
Frühmorgens starten wir unseren Ausflug zu den Mogao-Grotten. Am Westufer eines kleinen Flusses ragt die Steilwand aus Sandstein empor, in die buddhistische Mönche Tausende von Höhlen gemeißelt haben (4. bis 14. Jh.). Erhalten sind 492, mit Wandmalereien und Skulpturen geschmückte, auf mehrere Etagen verteilte Höhlen, von denen etwa zehn besichtigt werden dürfen (Fotografierverbot!). Im nahe gelegenen Museum befinden sich sehenswerte Nachbauten der kunsthistorisch bedeutendsten Höhlen. Zum Mittagessen kehren wir nach Dunhuang zurück und fahren danach zum „Klingenden Sandberg". Wir spazieren zur Pagode am Mondsichelsee, wandern über die formschönen Dünenkämme und erwarten einen stimmungsvollen Sonnenuntergang. Wer möchte, kann über einen geschwungenen Kamm auf die größte erreichbare Düne (ca. 250 m hoch und recht anstrengend) hinaufstapfen. Abends können wir in Dunhuang wieder in einem Restaurant essen gehen. Gehzeit: 1-3h; Fahrstrecke: 50km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Dunhuang [FM]
9. Tag Dünenwanderung, Flug nach Urumqi und Fahrt nach Turfan
Im Morgenlicht bietet sich eine erneute Wanderung im Dünenbereich vom Mondsichelsee an. Am Nachmittag fliegen wir von Dunhuang nach Urumqi und erreichen per Bus in ca. 2 Std. über eine neue Schnellstraße (160 km) unser Hotel in Turfan. Die Turfan-Senke ist mit -154 m die am tiefsten gelegene, zugleich trockenste und heißeste Region des Landes. Dennoch ist Turfan eine traditionsreiche Oase. Ein ausgeklügeltes, über 2000 Jahre altes Kanalsystem leitet Schmelz- und Quellwasser vom Tien Shan in die Oase, sichert der Bevölkerung in der flirrenden Hitze das nötige Wasser und ermöglicht den Anbau von Getreide, Obst und Wein. Fahrzeit: 2h; Fahrstrecke: 160km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Turfan [FA]
10. Tag Besuch von Bezeklik, Gaochang und Jiaohe
Etwa 40 km östlich von Turfan besuchen wir in der Schlucht des Murtuq-Flusses, der sich in die rötlichen Sandsteinformationen der sog. Flammenden Berge eingegraben hat, in einem Steilhang die buddhistischen Grotten von Bezeklik, einst ein Zentrum der Meditation und Gelehrsamkeit. Von den Figuren und Wandgemälden ist nur wenig erhalten, aber der Besuch lohnt wegen der wüstenartigen Landschaft. Dann widmen wir uns der Ruinenstadt Gaochang, eine weitläufige, von einer 5 km langen Mauer eingefasste Anlage. Hier erkunden wir den Bereich der Tempelruinen der ehemaligen Königsresidenz. Zurück in Turfan, besichtigen wir am Nachmittag die Emin-Moschee mit ihrem hohen Minarett und die Ruinenstadt Jiaohe. Diese thront auf einem schmalen Felsplateau, das sich wie eine natürliche Festung auf senkrechten Steilwänden zwischen zwei Flusstälern erstreckt. Die ursprünglich in den Lehm gegrabene Stadt erlebte ihre Blütezeit vom 5.-7. Jh. und wurde im 13. Jh. zerstört. Wir steigen, falls möglich, hinab in den renovierten Abschnitt einer unterirdischen Bewässerungsanlage (Paradise of Karez), die von ausgedehnten Weingärten umgeben ist. Abends nach Einbruch der Dunkelheit lockt ein Spaziergang über den Stadtbazar. Fahrstrecke: 80km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Stadthotel in Turfan [FMA]
11. Tag Fahrt nach Urumqi und Flug nach Kashgar
Auf neuer Straße gelangen wir westwärts durch das Wüstenplateau und ein wildes Flusstal hinauf auf 1.000 m Höhe nach Urumqi. Hier besuchen wir das Wahrzeichen der Stadt, den 150 m hohen Aussichtshügel Hong Shan (Roter Berg) mit seiner Pagode. Je nach Flugzeit können wir fakultativ noch das empfehlenswerte Xinjiang-Museum anschauen. Für nachmittags oder abends ist unser Flug von Urumqi nach Kashgar im äußersten Südwesten der Provinz Xinjiang geplant. Umgeben ist die größte Oasenstadt Chinas (1.300 m) von der Taklamakan im Osten, dem Tien Shan im Norden, dem Pamir-Gebirge im Westen und dem Kunlun-Massiv im Süden. Sie blickt auf eine wechselvolle 2000-jährige Geschichte als bedeutender Knotenpunkt und Karawanen-Raststätte an der Seidenstraße zurück. Heute ist das Stadtbild von Kashgar, wie das der anderen Oasenstädte auch, vermehrt durch chinesische Bauten und breite Straßen geprägt. Ganze Stadtviertel in traditioneller Lehmbauweise mussten Neubauten weichen. Teile der historischen Altstadt wurden unter Denkmalschutz gestellt und vermitteln noch das orientalische Flair, das Reisende seit jeher an Kashgar faszinierte. Fahrzeit: 2h; Fahrstrecke: 160km; Stadthotel in Kashgar [FA]
12. Tag Sonntagsmarkt und Altstadt von Kashgar
Zunächst besichtigen wir das Mausoleum des Abakh Hoja. Im kuppelgekrönten Bau sind die Sarkophage der Herrscherfamilie aufgestellt; in der Gartenanlage lohnt wegen den Holzmalereien der Besuch der beiden Moscheen. Nun lockt der Höhepunkt des Tages: der weitläufige Sonntagsmarkt. Zu diesem wohl größten Wochenmarkt Asiens kommen etwa 50.000 Verkäufer, Käufer und Besucher, darunter auch immer mehr chinesische Touristen. 2-3 Stunden wollen wir uns mitten in den geschäftigen Markttrubel begeben. Spätnachmittags runden wir unser Programm mit dem Besuch der Id Kah-Moschee ab, deren Gebetsareal sie zur größten Moschee Chinas macht. In den umliegenden Handwerkerstraßen herrscht noch traditionelle Betriebsamkeit. Stadthotel in Kashgar [FA]
13. Tag Fahrt zum Karakul-See am Muztagh Ata
Am Vormittag beginnt unsere knapp 200 km lange Fahrt auf dem ersten Teilstück des Karakorum Highway. Nach 417 km erreicht er am Khunjerab-Pass seinen höchsten Punkt, bevor er in Pakistan talwärts bis nach Havelian nahe Islamabad verläuft. Nach Verlassen der Oase geht es bald in den Schluchten des Gez aufwärts und tauchen einzelne Gipfel des Kongur Shan auf (die „Braune Bergkette" mit dem 7719 m hohen Kongur Tagh). Durch die Tigermaul-Schlucht gelangen wir in eine steppenartige Hochebene mit weißlichen Sanddünen und riesigen wüstenhaften Flussdeltas. Nach dem Picknick (z.B. Lunchpaket) erscheint der lang ersehnte Muztagh Ata (der 7.546 m hohe „Vater der Eisberge"). Wie bei der Kongur-Kette verlaufen zahlreiche Gletscherzungen bis an den Rand der Hochgebirgssteppe herab. Nach etwa 6 Std. Fahrt erreichen wir unser fest eingerichtetes Jurten-Camp mit Restaurant am Westufer des 3.650 m hoch gelegenen Karakul-Sees. Bei Windstille und gutem Wetter bietet sich bei einem Bummel ein unglaublicher Anblick, wenn sich die Berge im tiefblauen Wasser des Sees spiegeln. Wir nächtigen in geräumigen Jurten mit Platz für 6 bis 10 Personen, den typischen Wohnzelten der Kirgisen, die hier in den Hochtälern und Hangbereichen der Berge mit ihrem Vieh als Nomaden umherziehen. Jurten für 6-10 Personen [FMA]
14. Tag Tageswanderung ins Kengxuwar-Tal
Bei unserer Tageswanderung geht es zunächst, einen Bach barfuß querend, in großem Bogen um den Nordrand des Sees. Vom Ostufer streben wir auf einen Kamm (ca. 3.800 m) mit weiter Aussicht auf Kongur Shan und Muztagh Ata zu, um ins idyllische Tal des Kengxuwar (etwa 3.650 m) abzusteigen. An den saftigen Weiden in der Nähe eines Jurten-Dorfes nehmen wir nach ca. 3 Std. unser Picknick ein. Bald queren wir den Kamm einer Hochfläche (ca. 3.900 m), bevor es steil hinab zum Dorf Subax südlich des Karakul-Sees geht (Gehzeit insgesamt rund 5-6 Std.). Wir werden abgeholt und per Bus zu unseren Jurten zurückgebracht. Wer möchte, kann auch den kürzeren Weg (gut 3 Std.) direkt um das Seeufer herum zum Jurten-Camp wählen. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 400m; Jurten für 6-10 Personen [FMA]
15. Tag
Per Bus geht es nach kurzer Fahrt ganz sanft talaufwärts im Hochtal südwärts zum Bach des Saliymek-Gletschers. Über die saftiggrüne Subax Pasture (3.750 m) und das Winterdorf mit moslemischem Friedhof wandern wir in gut 2 Std. leicht ansteigend ins steppenartige Yangbulak-Seitental zum Jurten-Dorf in rund 4.000 m Höhe. Unterwegs schweifen die Blicke immer wieder hinauf auf die majestätischen Eisgipfel und Gletscherbrüche des Muztagh Ata. Bei guten Wetterverhältnissen können wir in einem etwa 2-3-stündigen, langsamen und stetigen Aufstieg den Aussichtspunkt am Rande des Kmatolja-Gletschers in ca. 4.700 m Höhe erreichen. Die letzte Etappe über den lockeren Moränenschutt zu den Eispyramiden dieses gewaltigen Gletschers, der die beiden sichtbaren Hauptgipfel durchtrennt, ist recht anstrengend und erfordert gute Trittsicherheit. Wer wegen der großen Höhe nicht bis hierher gehen will, kann vorher schon die fantastische Sicht auf die Gipfelmassive des Pamir, der „Zwiebelberge", genießen. In 1,5 Std. kehren wir zum Jurten-Dorf zurück und sind nach weiteren 1,5 Std. wieder am Ausgangspunkt bei der Straße. Unser Bus bringt uns zur letzten Jurten-Nacht an den Karakul-See zurück. Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 950m; Abstieg: 950m; Jurten für 6-10 Personen [FMA]
16. Tag Fahrt über den Khunjerab-Pass nach Gulmit
Zeitig aufbrechen ist angesagt, denn mit rund 330 km liegt ein anstrengender und langer, aber sehr erlebnisreicher Fahrtag vor uns. Wir gelangen per Bus über den 4.000 m hohen Subash-Pass ins Tal des Pamir-Flusses zur chinesischen Grenzstadt Taxkorgan (3.200 m, 80 km), wo wir die ersten Grenzformalitäten erledigen. Falls Zeit bleibt, können wir einen Abstecher zur nahen Festungsruine unternehmen. Nun verläuft die Route den Taxkorgan-Fluss talaufwärts und klettert auf den Khunjerab-Pass (140 km), den mit 4.690 m höchsten Straßengrenzpass der Erde. Durch die wilden Schluchten der grandiosen Berglandschaft windet sich die Straße hinunter in den pakistanischen Grenzort Sust (3.100 m, 60 km) am Hunza-Fluss. Nach erneuten Grenzformalitäten bestaunen wir auf der Talfahrt durch das Obere Hunzaland bei Fotostopps einige gewaltige Gletscher wie den Batura, Pasu, Gulkin und Gulmit Glacier. Wir übernachten zweimal in einer Lodge in Gulmit (2.600 m, 50 km). Fahrstrecke: 330km; Lodge in Gulmit [FMA]
17. Tag Tageswanderung zum Gulkin-Gletscher und Borit-See
Von unserem Quartier wandern wir durch die Orte Kamaris und Gulkin bis hinauf zum Gulkin-Gletscher, der zu den größten Gletschern im Karakorum gehört. Unterwegs bietet sich ein kleiner Aufstieg zu einem Aussichtspunkt an, um die großartige Sicht auf die Granittürme des Tupopdan und auf den 7.164 m hohen Karun Kosh zu genießen. Nun überqueren wir den von Schutt bedeckten Gletscher und erreichen nach 5-6 Std. Gehzeit unser Ziel am Borit-See. Mehrmals im Jahr kann sich der Pfad über den Gletscher ändern; sollte eine Querung wegen Spalten nicht möglich sein, wandern wir auf einem anderen Weg nach Borit, wo uns der Bus wieder abholt. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 300m; Lodge in Gulmit [FMA]
18. Tag Fahrt nach Karimabad und Besuch der Festungen Baltit und Altit
Weiter geht es talwärts ins Kernland der Hunzukutz, eines der interessantesten Bergvölker Hochasiens. Die Hunza sind Ismaeliten und leben westlich des Hunza-Flusses, östlich davon siedeln die Nagar, sie sind Schiiten. Kurz vor Ganesh, der wohl ältesten Siedlung im Hunzaland, schauen wir die jahrtausendealten Felsritzungen der „Sacred Rocks of Hunza" an. Nun fahren wir hinauf nach Karimabad (2.500 m); vom größten Hunzaort aus regierten die Herrscher von Hunza (die Mirs) bis 1974 ihr Fürstentum. Die majestätischen Gipfel des Rakaposhi und Diran beherrschen die Landschaft. Am Nachmittag gehen wir durch den Basar hinauf zur vollständig restaurierten Festung von Baltit, die wir ausgiebig besichtigen und danach entlang von Terrassenfeldern und Obstplantagen zum Ort Altit mit seiner Festung. Von dort führt ein interessanter Weg entlang der Bewässerungskanäle zurück in die Stadt. Respektieren Sie bitte, dass es die meisten Hunza strikt ablehnen, fotografiert zu werden. Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 100km; Lodge in Karimabad [FMA]
19. Tag Fahrt nach Minapin und Trekking nach Hapakund
Etwa 90 km Fahrt entlang dem Hunza-Fluss abwärts bringt uns nach Minapin (2.050 m), wo unsere Begleiter für das zweitägige Trekking sowie die Träger und Mulis bereits warten. Im Gästehaus deponieren wir einen Teil des Gepäcks. Vom Rand der Oase führt der Pfad ins Minapin-Tal und nach Querung des rauschenden Gletscherflusses auf einer Holzauslegerbrücke in Serpentinen steil hinauf zur unteren Hapakund-Alm. Wir steigen weiter zu den saftigen Wiesen der oberen Hochalm von Hapakund (2.850 m) und errichten dort unser Lager. Nachmittags bleibt Zeit zum Spazieren entlang der nahe gelegenen Seitenmoräne mit Blick auf den unteren Minapin-Gletscher. Gehzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 90km; Aufstieg: 800m; Zelte in Hapakund [FMA]
20. Tag Trekking zum Aussichtspunkt und Rückkehr nach Minapin
Im Morgenlicht wandern wir auf einem Pfad aufwärts bis zur oberen Seitenmoräne des Minapin-Gletschers. Nach rund 2 Std. bietet sich uns ein prachtvoller Blick vom Viewpoint (3.400 m) auf die gigantische Eis- und Gletscherwelt an den Flanken von Diran (7.266 m) und Rakaposhi (7.788 m). Wieder im Lager, können wir die Ruhe der Gebirgslandschaft genießen, uns das Mittagessen schmecken lassen und dann nach Minapin absteigen, wo wir im Garten unter Bäumen zelten oder auch im Gästehaus untergebracht werden können. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 550m; Abstieg: 1350m; Zelte oder Gästehaus in Minapin [FMA]
21. Tag Fahrt nach Gilgit und Besuch der Stadt
Wir verlassen die Hunza-Region und treffen nach 2 Std. Fahrt (100 km) auf dem Karakorum Highway in Gilgit ein. Mit dem Bau des Highway blühte Gilgit als Handelsort auf und entwickelte sich zu einem Verwaltungs- und Versorgungszentrum für die umliegenden Orte. Nachmittags unternehmen wir einen Bummel zu den Marktstraßen nahe der Moschee und zur großen Holzbrücke über den reißenden Gilgit-Fluss. Fahrstrecke: 100km; Hotel in Gilgit [FMA]
22. Tag Pistenfahrt nach Tato und Wanderung zur Märchenwiese
Morgens fahren wir 80 km zur Raikot-Brücke (1.200 m). Nach Fotostopps an der Einmündung des Gilgit in den Indus und am ersten Aussichtspunkt auf den Nanga Parbat steigen wir an der Brücke auf Jeeps um (einen Teil des Gepäcks deponieren wir im Bus) und lassen uns über die steile Hangpiste zum Dorf Tato (2.600 m) bringen. Für unser dreitägiges Trekking an der Märchenwiese brauchen wir neben dem Tagesrucksack nur unseren Schlafsack und Wechselkleidung (extra verpackt für die Träger) mitzunehmen. Von Tato wandern wir in 2-3 Std. hinauf zur Märchenwiese in 3.300 m und übernachten zweimal in Zwei-Personen-Jurten mit Schlafunterlagen oder in Zwei-Personen-Zelten mit Isoliermatten. Bei klarer Sicht schweift der Blick über die Gletscherwelt zum Gipfelkamm des Nanga Parbat, dem 8.125 m hohen „Schicksalsberg der Deutschen". Am Nachmittag haben wir Zeit für kleine Ausflüge im näheren Bereich der Märchenwiese. Wenn wir Glück mit dem Wetter haben, erwartet uns das Licht- und Farbenspiel am Nanga Parbat bei untergehender Sonne. Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 100km; Aufstieg: 700m; Jurten oder Zelte [FMA]
23. Tag Tageswanderung oberhalb der Märchenwiese
Unsere aussichtsreiche Tageswanderung führt uns entweder am Nordkamm des Jiliper Peak in 3-4 Std. hinauf bis zur Hochweide Susboin (ca. 4.200 m) oder zum Basislager der Erstbesteiger des Nanga Parbat (ca. 4.000 m) und zum Drexel-Grab der Merkl-Expedition 1934. Von unserem Ziel aus, das die Reiseleitung festlegt, genießen wir bei gutem Wetter prachtvolle Blicke auf die berühmte Nordwand des Nanga Parbat und die umliegenden Gipfel und Gletscher. Der Abstieg führt uns über Beal, wo wir den Mittagsimbiss einnehmen, in gut 3 Std. wieder zurück zur Märchenwiese. Wer nicht die große Tour mitmachen möchte, kann auf direktem Wege nach Beal gehen und die Gruppe dort mittags treffen.
Bitte beachten Sie: Die Piste im Raikot-Tal nach Tato ist Privatbesitz der Bevölkerung von Tato und wurde aus Eigenmitteln für den Tourismus geschaffen; der Staat stellt deshalb keine Gelder und Maschinen zur Ausbesserung bereit. Sollte die Route zur Märchenwiese kurzfristig wegen Schäden an der Piste oder anderer unvorhersehbarer Ereignisse nicht möglich sein, unternehmen wir alternativ von Gilgit aus eine Fahrt ins 2.900 m hoch gelegene Hochtal von Naltar mit Wanderungen in der herrlichen Umgebung. Sofern die Unpassierbarkeit der Piste bereits früher bekannt ist, können wir mehr Nächte in Gulmit und/oder Karimabad bleiben und die Zeit für zwei weitere Tageswanderungen im Oberen Hunzaland nutzen. Über solche Umplanungen entscheidet die Reiseleitung zusammen mit dem örtlichen Führer. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 900m; Jurten oder Zelte [FMA]
24. Tag Wanderung zur Raikot-Brücke und Fahrt über Chilas nach Besham
Morgens nehmen wir Abschied von der Märchenwiese und treten den Rückweg nach Tato an. Von dort bringen uns die Geländefahrzeuge über die Piste wieder zur Raikot-Brücke. Mit unserem Bus legen wir nachmittags die ca. 250 km lange Route durch die wüstenartige Indus-Schlucht bis Besham zurück. Unterwegs machen wir bei Chilas zu Fuß einen Abstecher über die Indus-Brücke zu den zahlreichen Felsritzungen, die wie ein Bilderbuch aus der Geschichte der Seidenstraße wirken. Gehzeit: 2h; Fahrstrecke: 270km; Abstieg: 700m; Hotel in Besham [FMA]
25. Tag Fahrt nach Taxila zum Museum und weiter nach Rawalpindi
Nun verläuft die Straße über Thakot aus dem Indus-Tal hinaus in die begrünten, bewirtschafteten Flächen der Chattar Plain (1.600 m) und hinab nach Havelian, wo der in Kashgar beginnende, 1.223 km lange Karakorum Highway endet. In Taxila, der ehemaligen Hauptstadt des berühmten Ghandara-Reiches, besichtigen wir das sehenswerte Archäologische Museum. Nach insgesamt 240 km Fahrt treffen wir in Rawalpindi ein und freuen uns auf das Abschiedsessen am frühen Abend. Fahrstrecke: 240km; Stadthotel in Rawalpindi [FMA]
26. Tag Rückflug von Islamabad über Dubai nach Deutschland
Nachts Transfer zum Flughafen und Rückflug sehr frühmorgens mit Emirates von Islamabad über Dubai nach Frankfurt (alternativ nach München, Düsseldorf, Hamburg, Wien, Zürich auf Anfrage und nach Verfügbarkeit) mit Ankunft jeweils am frühen Nachmittag.
Leistungen:
An / Abreise: Linienflug mit Emirates Frankfurt – Dubai – Peking / Islamabad – Dubai – Frankfurt, Flüge ab/bis München, Hamburg oder Düsseldorf ohne Aufpreis nach Verfügbarkeit, Flüge ab/bis Wien oder Zürich gegen Aufpreis – auf Anfrage und je nach Verfügbarkeit, kostenloses Rail & Fly Bahnticket ab/bis deutscher Grenze
Unterkunft / Verpflegung: Übernachtungen in Hotels, Gästehausern, 3 x in Jurten und 4 x in Zelten; meist Vollpension
Transfers / Besichtigungen: Transfers und Überlandfahrten im Bus, Inlandsflüge in China Peking – Xian, Xian – Dunhuang, Dunhuang – Urumqi, Urumqi – Kashgar
Reiseleitung / Betreuung: Hauser-Reiseleitung, örtliche Führer, Begleitmannschaft mit Trägern bei den Trekkings in Pakistan
Versicherungen / sonstiges: Eintrittsgebühren, unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen:
Visakosten (ca. 55,- Euro Gebühren und 35,- Euro Beschaffung über die Visum Centrale Berlin); Getränke und fehlende Mahlzeiten (pro Restaurant-Essen ca. 5-8,- Euro); Trinkgelder (ca. 100,- Euro); Zuschlag für Einzelzimmer (beinhaltet auch Einzelzelt, gilt aber nicht für die Jurten); fakultative und individuelle Ausflüge und Besichtigungen mit Eintrittsgebühren, evtl. Foto- bzw. Videogebühren sowie Ausgaben persönlicher Art; Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung; evtl. neu erhobene Sicherheitsgebühren der Flughäfen und Fluggesellschaften sowie Kerosinzuschläge.
Durchführung: Juli, August, September Teilnehmerzahl: 10 - 16 Personen Preis: ab 3950 Euro (ohne Flug ab 3130 Euro) Einzelzimmerzuschlag 550 Euro Referenz: haus-08
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